Matthias Aebischer ist neuer Präsident von Pro Velo Schweiz

Bern, 29. April 2017. Die Delegierten haben an ihrer heutigen Versammlung den Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer zum Präsidenten von Pro Velo Schweiz gewählt. Er übernimmt das Amt von Jean-François Steiert, der sich auf seine neue Funktion als Freiburger Staatsrat konzentrieren möchte. 

Jean-François Steiert hat in den acht Jahren seiner Präsidentschaft viel erreicht. So wuchs Pro Velo Schweiz in dieser Zeit stetig: Die Mitgliederzahl stieg während seiner Präsidentschaft um ein Fünftel. Heute unterstützen über 34’000 Mitglieder Pro Velo. Die Mitmachaktion für Pendlerinnen und Pendler bike to work und die Velokurse wachsen ebenfalls kontinuierlich: Heute nehmen 55’000 Personen bei bike to work teil und über 10’000 Kinder und ihre Familien absolvieren jedes Jahr Pro-Velo-Kurse.

Jean-François Steierts grösstes Verdienst ist sicherlich die Velo-Initiative. Die nationale Initiative will die Veloförderung in der Bundesverfassung verankern, indem der bestehende Verfassungsartikel zur Förderung der Fuss- und Wanderwege mit dem Velo ergänzt wird. Jean-François Steiert hat hierzu ein tragfähiges und breit abgestütztes Initiativkomitee zusammengestellt. Die 100’000 Unterschriften waren in 9 Monaten gesammelt. Im Herbst wird auch ein Gegenentwurf des Bundesrates erwartet. Die Velo-Initiative ist somit in einer guten Ausgangsposition für die parlamentarische Beratung und die Volksabstimmung.

Matthias Aebischer ist ein passionierter Velofahrer und immer mit seinem Militärvelo anzutreffen. Der ehemalige Fernsehjournalist kennt die Sorgen und Nöte der Velofahrenden aus eigener Erfahrung bestens. Der Politiker, der seit 2011 für die SP im Nationalrat sitzt, engagiert sich schon länger im Bereich Langsamverkehr und tritt glaubwürdig für die Interessen dieser Verkehrsteilnehmenden ein. In verschiedenen Verbänden tätig, ist er versiert in verbandspolitischen Fragen. „Ich bewege mich fast ausschliesslich mit dem Velo vorwärts. Deshalb ist das Präsidium von Pro Velo Schweiz eine Herzensangelegenheit für mich.“

Im Kreisel werden Velos besonders häufig übersehen

Vorsicht beim Vortritt

Achtung im Kreisverkehr: Der Anteil der schweren Kollisionen zwischen Auto und Velo ist hier hoch. Velofahrende sind dabei besonders gefährdet, weil sie leicht übersehen werden können. «Vorsicht beim Vortritt», mahnt die Kampagne von Pro Velo, VCS, bfu, Suva, TCS, Polizei und weiteren Partnern.

Jährlich verunfallen über 800 Velofahrende und 100 E-Biker schwer. Bei jedem zweiten Unfall handelt es sich um eine Kollision meist mit Personenwagen. Häufigster Grund ist die Missachtung des Vortritts. Während an herkömmlichen Knotenpunkten die Autofahrenden in knapp 60 Prozent der Fälle einen Unfall mit einem Velo verursachen, sind es bei Kreiselunfällen zu rund 90 Prozent Lenker und Lenkerinnen eines Personenwagens, die ein Velo übersehen und anfahren. Die Botschaft der Kampagne für alle lautet deshalb: Den Vortritt beachten, vorausblickend fahren und der eigenen Sicherheit zuliebe besser zweimal hinschauen.

Im Kreisel Velos in Fahrbahnmitte

Eine im Rahmen der Kampagne mit dem Forschungsinstitut LINK durchgeführte Studie ergab unter anderem, dass jeder zweite Auto- und Velofahrer die Verhaltensregeln im Kreisel nicht richtig kennt. Wichtig zu wissen: Im Kreisel dürfen Velofahrende vom Rechtsfahrgebot abweichen und in der Mitte der Fahrbahn fahren. Dies verbessert die Sichtbarkeit und Sicherheit und senkt die Gefahr, im Kreisel übersehen zu werden.

Du hesch de ke Vortitt, du Pfyffe

Bei der Vortritts-Missachtung fallen auch die Ausdrucksweisen mancher Zeitgenossen heftig aus. Wer kennt ihn nicht, den Nachbarn vom Balkon, den Schulhausabwart oder auch gute Bekannte, die zwischendurch so richtig rot sehen. So wird im neuen Kampagnen-Video «Müller sieht rot» heftig ausgeteilt. Zum Glück schaut dann einer doch noch zwei Mal hin – und ein Unfall kann im letzten Moment verhindert werden.

Die Kampagne wird durch den Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit FVS finanziert und zum vierten Mal durchgeführt.

Mehr Informationen zur Kampagne: vorsicht-vortritt.ch.

 

Grüsse von der DV von Pro Velo Schweiz

Hallo liebe Mitglieder, ich bin an der DV Plus von Pro Velo Schweiz in Kreuzlingen. DV Plus heisst, am Freitag um 13.15 Uhr starten und am Samstag um 15.30 Uhr die lange Reise zurück nach Soorsi antreten.

Wir diskutieren hier angeregt drei Themen

  • Pro Velo und Jugendliche – wie bringen wir mehr junge Menschen auf das Velo?
  • Mitglieder und Kunden, Kundinnen – was braucht es, damit die Bevölkerung uns kennt und Lust hat, Mitglied zu werden?
  • Umgang mit Trends – wollen oder sollten wir uns intensiver mit Trends befassen?

Herzliche Grüsse aus der leider neblingen Ostschweiz, aus der Jugendherberge Kreuzlingen.

Marianne Steiner, Präsidentin Pro Velo Sursee