Utrecht – Weltgrösste Velostation

Am 13. September hielt Frans Jan van Rossem, Leiter des Fahrradprograms der Stadt Utrecht, im Rahmen des diesjährigen Forum Velostation in Neuchâtel einen Vortrag über die bemerkenswerten Velostationen von Utrecht und ihre Grösste mit 22’000 Plätzen.
Utrecht ist mit 350’000 Einwohnern die viertgrösste Stadt der Niederlande. Besonders bekannt für die Universität, den viel frequentierten Bahnhof mit 200’000 Passagieren täglich (Luzern hat um die 100’000) und die Verkehrsanbindung.
Nun erlangt Utrecht durch seine velofreundliche Politik eine neue Bekanntheitsdimension. in den letzten Jahren sind im Innenstadtbereich zwölf Velostationen entstanden, darunter auch die weltgrösste öffentliche Station am Bahnhof mit 22’000 Abstellplätzen. Alle zwölf Stationen sind überwacht und mit Personal besetzt.
Durch den Ausbau der Fahrradwege und der Umwandlung von Strassen in Fahrradstrassen wählen immer mehr Menschen das Velo als bevorzugtes Verkehrsmittel. Das führt dazu, dass die Hälfte aller Fahrten im Stadtzentrum mit dem Velo zurückgelegt werden (wenn die gesamte Strecke unter 7.5km liegt). Das kann auch mal etwas eng werden, wenn auf manchen Wegen bis zu 33’000 Radler pro Tag unterwegs sind. Auf Twitter wurde auch der erste Velo-Stau gefeiert, als die Velostation am Bahnhof eröffnet wurde. Normalerweise läuft es so:


Zu Stosszeiten gibt es noch fünf temporäre Veloabstellbereiche, die in der Innenstadt beispielsweise am Wochenende geöffnet werden um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Die Plätze sind alle bewacht, aber auch elektronisch werden die Platznutzung mit moderner Technik überwacht, so dass man schon am Eingang sieht, wo es noch freie Plätze hat. Ähnlich wie unser Parkleitsystem für Autos in Sursee, gibt es das für Velos in Utrecht.

Folgend zwei Youtube Clips über die politische Motivation zum Bau und ein Einblick in die weltgrösste Velostation:

https://www.youtube.com/watch?v=u9uSsc97S-c

Ich habe bereits meine Frau gefragt, ob Sie mit mir mal nach Utrecht fährt, damit wir uns das mal in Echt vom Velo aus anschauen können.

Die Folien des Vortrags können vom Forum Velostation Schweiz hier bezogen werden.

Ferienpass: Die Velotour

Nico, Mensur, Ramon, Lukas, Raphael, Julian, Jonas, Dominic, Carla, Alessandra, Silas, Tiziano, Luca, Vitus, Michael, Nicolas, Manuel – sie alle waren am 9. Juli vor dem JZ Metro um 13.15 Uhr bereit für das Abenteuer, die Velotour an den Steinibühlweiher in Sempach. Begleitet wurden sie von drei Vorstandsmitgliedern von Pro Velo Sursee: Bigi, Christa und Marianne.

Velocheck vor der Abfahrt

Worauf sollte man achten, bevor man losfährt?
  • Schraube locker – nein danke! Also, schauen, ob die Schraube am Vorderrad fest angezogen ist?
  • Ziehen die Bremsen? Und: haben die Finger platz, wenn du die Bremse ganz anziehst? Wäre ja blöd, würdest du dir beim Bremsen die Finger einklemmen.
  • Klopft da jemand? – Tretlager- und Radlager prüfen, denn wenn es da nicht rund läuft, geht das Velo allmählich kaputt.
  • Velo reinigen, sicher einmal pro Jahr und natürlich wenn es stark schmutzig wurde.
  • Nicht vergessen – Flickzeug und Pumpe dabei haben und einen Lumpen, um die Hände reinigen zu können.
Kleidung, Schutz
  • Helm auf und zwar richtig – er muss waagrecht auf dem Kopf sitzen, etwa 2 fingerbreit über der Nasenwurzel und die Grösse muss stimmen. Wenn du den Kopf schüttelst, sollte er sich nicht bewegen.
  • Geschlossene Schuhe tragen – Zehen schützen.
  • Braun sein ist zwar schön – Sonnenbrände aber gefährlich. Also: Sonnencreme einschmieren.

Wettbewerb im Kirchbühl

Zu gewinnen gab es eine Velopumpe, ein Multifunktionswerkzeug und ein Flickset. Dazu für alle Lämpchen für an den Lenker.

Kleiner Reparaturkurs am Ziel

Keine Luft mehr im Schlauch – Reifen flicken! 
Wechsel justieren
Kette pflegen

Die Kette trocken halten denn, wenn wenn sie zu schmierig ist, bleibt der Strassenstaub darin hängen. Sand im Getriebe ist nie gut, es schleift die Metallteil ab. Also, wenn die Kette geölt wurde, mit einem Lappen abwischen.

Chriesisteispöize in Schenkon

Preis für alle: ein Velotraum Stirnband.

Es war eine wirklich tolle Velotour! Herzlichen Dank an alle Kinder. Ihr ward einfach wunderbar.

Heute: vom Laufrad direkt auf’s Velo

Ich weiss nicht wie er heisst und er und sein Papi waren so schnell vorbei, dass ich sein Gesicht kaum gesehen habe unter dem Helm. Er ist klein – sein Velo auch. Sein Mami hat gefilmt. Seine Schwester, auch mit Helm, sass im Chariot, welches das Mami am ihrem Velo angehängt hatte.

Die Mutter hat gelacht und gesagt: er fährt zum ersten mal, er ist heute vom Laufrad direkt umgestiegen und konnte es einfach.

Als ich erzählte, ich sei die Präsidentin von Pro Velo Sursee und ich hätte gerade über den Verein nachgedacht, erklärte sie gleich, der Helm sei ihr zu Boden gestürzt. Sie trage ihn sonst immer.

Man könne nicht von den Kindern erwarten, das sie den Helm tragen und es dann selber nicht tun.

Ich mache sofort einen Werbespot für Pro Velo Sursee. Sie sind nicht Mitglied – uii. Ich hoffe sehr, dass sie es werden und sie, das Mami, nachdem sie das Z’Nacht gemacht hat, surfen geht: provelosursee.ch habe ich ihr nahe gelegt.

Wunderbar, einem solch wichtigen Moment im Leben eines Kindes so ganz zufällig beiwohnen zu können. Vielleicht werde ich ihn aufwachsen sehen, denn er wohnt in den gelben Häusern in der Nachbarschaft. Und, es ist klar, die Schwester wird es ihm gleich tun, da bin ich mir sicher.

Denn, wenn Vater und Mutter in einer Selbstverständlichkeit Velo fahren, werden die Kleinen einfach mitradeln, sicher bis zur Pubertät. Was dann kommt, ist offen 😉

Marianne Steiner, strahlend von diesem schönen Moment

P.S. das Foto ist ein Velo, welches ich im Zopfenberg oben gesehen habe. Wunderschön, dieses Kind fährt wohl schon länger.